Monatsarchiv für August 2012

 
 

Un-released songs

Als Sängerin, die ihre Songs selbst schreibt, schreibe ich immer wieder Lieder, die niemals an die Öffentlichkeit gelangen. Einige sind einfach nicht gut genug, andere werden einfach nie fertig und wieder andere passen einfach nicht in ein Livekonzert. Ich muss zugeben, dass ich ziemlich viele solcher Songs habe. Ein kleiner Check in meinem iTunes mit meinem Namen im Suchfenster ergab ein Resultat von 130 Titeln. Und das sind nur die, die ich aufgenommen habe, ich habe noch einen Ordner (einen großen, dicken Ordner) voller unvollendeter Texte, Akkordprogressionen und gekritzelten Melodien als Staubfänger in meinem Regal stehen. Eigentlich traurig, aber so läuft die Musik halt auch manchmal. Ich habe mich nun aber entschieden, dass einige dieser Songs es wert sind gehört zu werden, selbst wenn sie niemals live gespielt werden sollten, daher werde ich sie hier online stellen und euch damit beglücken 😉

Der erste Song heißt „So beautiful“. Ich muss zugeben, dass ich ein großer Fan von Singer/Songwritern wie Paula Cole, Imogen Heap, Charlotte Martin, Tracy Chapman, Me’shell Ndegeocello usw. usw. bin. Das ist Musik, die ich erst anfing in meiner späten Jugend zu hören, davor gab’s für mich nur R’n’B. Man wird mit dem Alter halt weiser J

Ich weiß natürlich, dass singer/songwriter keine Musikrichtung ist und doch stellt der Begriff für mich einen bestimmten Stil dar. Alicia Keys zum Beispiel ist eine Sängerin, die ihre eigenen Songs schreibt, aber für mich ist sie nicht in meiner persönlichen Kategorie der Singer/Songwriter. Ich würde mich selbst auch nicht in diese Kategorie stecken. Die Songs dieser Sängerinnen haben ein bestimmtes Gefühl und eine Tiefe für mich, sie sind handgemacht und erzählen reale Geschichten über alle Facetten des Lebens. Ich hege eine tiefe Bewunderung für ihre Kunst und fühle mich oft nicht fähig diese Art von Musik zu erschaffen, hauptsächlich aufgrund meiner begrenzten instrumentalen Fähigkeiten, die für mich den besonderen Effekt der Musik ausmachen. Aber es gibt diese seltenen Momente wenn ich die Beschränkungen in meinen Kopf gut sein lasse und die Musik einfach laufen lasse und dann ist es egal wie gut oder schlecht ich Klavier, Gitarre oder Bass spielen kann, solange ich die Idee festhalten kann. Die Songs, die ich hier posten werde, sind daher alle sehr grob. Ich präsentiere mich unmaskiert, ungeschminkt (ich war eh noch nie ein großer Fan von Make-Up) und ohne Unterstützung. Ich singe und spiele ganz allein.

„So beautiful“ ist besonders „raw“, weil selbst die Stimme nicht so sauber eingesungen ist, wie sie’s hätte sein können, ich hatte nämlich eine dicke Erkältung als ich den Song eingesungen habe. Zu dem Zeitpunkt wollte ich nur die Idee festhalten und später einfach neu einsingen, aber ehrlich gesagt liebe ich die vocals so wie sie sind. Manchmal erreicht ein Song erst sein ganzes Potential wenn nicht zu sehr auf saubere Töne und einen schönen Stimmklang geachtet wird. Ein „falscher“ Ton sagt dann mehr als jeder richtige könnte, ich hoffe, ihr versteht was ich meine (aber lasst das meine Schüler nicht wissen ;-))

Un-released songs

So, as a singer who writes her own songs, there are always some songs that are written but never make their way to the public ear. Some of them simply because they’re not good enough, some of them cause you just can’t get around to finishing them, and some of them because they just wouldn’t be the same on stage. I have quite a few of those songs, I gotta admit. I just checked my iTunes, typed in my own name and found 130 songs. And those are only the ones I ever got around to recording, I got a folder (and a big one) full of unfinished lyrics,  chord progressions, and scribbled melodies standing on the shelf , catching dust. Kinda sad when you think about it but I guess that’s how music goes. But I decided that some of the songs are worth listening to, even if I’m never gonna perform them live, so I’m gonna put some of those un-released, probably-never-to-be-played-live songs online for your enjoyment.

The first song you’re gonna hear here is called “So beautiful”. I gotta admit I’m a huge singer/songwriter fan of singers like Paula Cole, Charlotte Martin, Imogen Heap, Me’shell Ndegeocello, Tracy Chapman, and on and on and on. That is music I only started listening to in my late teens, before I was strictly R’n’b. Guess puberty made my that much wiser J

Anyways, back to the singer/songwriters. Of course, I know the term singer/songwriter is not a music style but  somehow I only identify certain sounds with it. For example, Alicia Keys is a singer who writes her own songs but to me I wouldn’t put her in my personal category of singer/songwriters. In most cases I wouldn’t even put myself in that category. To me those singers songs have a certain feel and depth to them, their songs are handmade and tell real stories about all facets of life. I feel a deep admiration for their art and often felt unable to create those kind of songs mainly due to my inadequacy at playing any instrument properly, which I think is a main part of the special effect that their music has on me. But there are those rare moments when I just let go of the boundaries in my head and just let the music come and then it doesn’t matter whether I play the piano or guitar or bass really well as long as I can get my idea along. So the songs you’re gonna here, are all pretty raw. I’m presenting myself to you unmasked, without any make-up (which I’ve never been a big fan of anyways) and without back-up, since everything you here is just me singing and playing.

“So beautiful” is especially raw cause even the vocals are not as well as they could be because I had a major cold when I recorded the song. At the time I just wanted to record the idea before I would forget it and wanted to record them afterwards, but to be honest I really love the vocals that way. Sometimes a song can’t get its full potential when there’s too much focus on making your voice sound nice and bright and clear. A wrong note sometimes says more than a correct one could, if you get what I mean (but don’t let my students hear that ;-).