Monatsarchiv für März 2012

 
 

Gambia Independence Day

Am vergangenen Samstag organisierte der Gambische Verein aus Berlin eine große Party zur Feier von Gambias 47. Unabhängigkeitstag und das Jasmine Thomas Duo freute sich sehr darüber ein Teil davon sein zu dürfen. Wir eröffneten das Festprogramm und unterhielten die Leute mit einigen Cover sowie auch eigenen Songs und hatten viel Spaß auf der Bühne.
Danach ging das Programm weiter mit originalen gambischen und senegalischen Klängen und der Höhepunkt des Abends war der Auftritt des senegalesischen Künstlers Abdourahmane Gilbert Diop mit seiner Band. Seine Bühnenpräsenz ist wirklich unglaublich und die Leute wurden ganz rasend als seine Band spielte.
Es ist wirklich toll Gambier feiern zu sehen: Frauen in wunderschönen, bunten Kleidern, Männer in ihren besten Outfits and es wird getanzt bis einem die Füße allein vom Zuschauen wehtun! Wir fühlten uns wirklich geehrt ein Teil des Ganzen sein zu dürfen und hoffen, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist!

Der Song auf Reisen

Ich habe mich dazu entschlossen eine neue Blogkategorie zu eröffnen, mit dem Titel „Der Song auf Reisen“. In dieser Kategorie werde ich beschreiben wie ein Song entsteht, wodurch er inspiriert wurde und wie er sich bis zu seinem momentan Stand entwickelte. Meiner Meinung nach endet die Reise eines Songs niemals. Man hat eine Idee, spielt mit ihr herum, entwickelt sie, lässt sie aus sich heraus und in meinem Fall teilt sie mit einer Band, die mir dabei hilft diese Idee an Orte zu bringen, die ich selbst nie erreicht hätte. Sobald dieses Stadium beendet ist, geht die Reise jedoch weiter, dadurch dass Leute den Song hören, dadurch dass wir ihn performen, auf die Bühne bringen und auch aufnehmen, und somit jeden Zuhörer selbst entscheiden lassen wohin sie sich von dem Song treiben lassen wollen, welche Ideen und Gedanken sie vielleicht selbst damit verbinden möchten. Ich bin so fasziniert von diesem Prozess, weil er für mich das ausmacht was Musik ist. Musik ist eine Reise, die von einem oder einer kleinen Gruppe von Menschen begonnen wird, dann andere auf den Zug aufspringen lässt, aber dann auch jeden selbst entscheiden lässt wohin sie fahren wollen. Jeder hat doch diese ganz besonderen Songs, die einem viel bedeuten, einfach eine besondere Bedeutung haben, die vielleicht absolut gar nichts mit dem zu tun hat mit dem, was der Songwriter im Sinn hatte. Das macht die Musik zu einem Erlebnis von vielen, einem gemeinsamen Erlebnis.

Zu lange hatte ich zu viel Angst meine Musik mit Menschen zu teilen, weil ich dachte, dass sie nicht gut genug, nicht interessant genug war. Ich war einfach nicht bereit. Mit 16 habe ich angefangen komplette Songs zu schreiben, aber erst mit 24 konnte ich mich dazu überwinden eine eigene Band zu starten. Ich war schon immer ein Spätzünder … Das Leben und anderes führten dann dazu, dass weitere 3 Jahre vergingen bis ich endlich mit meinen Songs auf der Bühne stand und sie der Welt, naja, bzw. einer kleinen Menge von 50 Leuten präsentieren konnte :-) Erst danach hatte ich das Gefühl, dass ich mich wirklich auf dem richtigen Weg mit meiner Musik befand, da sie ihre Reise endlich fortführen konnte. Die Frage, die ich in diesem Blog beantworten möchte ist, wo diese Reise eigentlich beginnt. Ich hoffe, ihr geht mit mir zusammen auf diese Reise der Songs in geschriebenen Worten!

Lang ist’s her …

Es ist schon etwas länger her, dass hier auf der Seite etwas passiert ist, aber das Leben hatte im letzten Jahr einen etwas anderen Plan für mich. In den letzten Monaten hab ich daher meine Performance Fähigkeiten angewendet um einen kleinen, neuen Erdenbürger zu unterhalten :-) Aber jetzt bin ich auch wieder auf musikalischen Pfaden angelangt, zurück im Studio mit meinen Jungs und bereit wieder die Bühnen zu rocken!!!! Die Band und ich arbeiten nach wie vor am Album, die nächsten zwei Songs mit denen wir uns gerade beschäftigen sind „Only human“, eine Reggae beeinflusste Hymne für Menschlichkeit, und „Let’s go“, ein Partytrack, der von meine R’n’B und black music Wurzeln beeinflusst ist. Ich freu mich auf beide riesig! „Only human“ bedeutet mir auf Grund des Textes sehr viel und ich liebe „Let’s go“, weil es einer meiner wenigen shake-it-all-and-get-loose Songs ist (ich bemühe mich aber darum mehr Songs dieser Art zu schreiben – eine Tanzverrückte wie ich muss auf der Bühne einfach abtanzen können).

Das ist also das was gerade mit der Band passiert. Mein Gitarrist Ferdinand und ich sind aber auch sehr beschäftigt damit das Jasmine Thomas Duo voranzutreiben. Um der Welt einen Eindruck davon zu geben wie toll wir sind haben wir einige Videos aufgenommen, einfach ein paar Liveaufnahmen von ein paar Songs. Wir hatten das große Glück, dass wir im Theater des Westens drehen konnten and wir hatten außerdem die Unterstützung einer tollen Crew  (großes Dankeschön an Rosabel, Stephanie, Roger und Konrad)!! Die Videos werden hier bald zu sehen sein, wir sind momentan noch mit dem letzten Schliff beschäftigt. Freu mich schon riesig darauf sie euch präsentieren zu können!